Marcus Horn im Interview!

von MusicArtSchool (Kommentare: 0)

Die letzte Tour mit R.Wressnig, Gerüchte ums Aufhören und Musiktherapie!

MAS: Macht es Dir eigentlich Spaß auf der Tour mit dem österreichischen Organisten Raphael Wressnig seine schwere Hammondorgel zu schleppen?
mh: Nein, Spaß macht das nicht. Ich bekomme schon immer Angst wenn wir am Club ankommen und keiner zum tragen bereitsteht. Ich habe keine Angst vor der Arbeit, sondern Angst um meinen Rücken. Aber Spaß macht der Sound dieses Instrumentes, da gehört Leiden wohl dazu. (lacht)

MAS: Was ist das Besondere am Orgelspiel von Raphael Wressnig und eurer gegenwärtigen Duobesetzung?
mh: Raphael ist immer so frisch in seinem Spiel. Mit den ersten Akkorden bläst er nicht nur das Publikum weg. Auch ich sitze dann sofort gerade auf meinem Schlagzeughocker und bin hellwach. Es ist sehr leicht mit ihm zu spielen. An der Duobesetzung liebe ich die unmittelbaren musikalischen Reaktionen, quasi ohne irgendeine Verzögerung. Das wäre in einer Trio oder Quartettbesetzung so nicht möglich.

MAS: In der Erfurter Presse gab es ja vor einiger Zeit mehrere Artikel die andeuteten das Du die MusicArtSchool schließt, ja sogar die Musik an den Nagel hängst. Was war da los und was ist daran wahr?
mh: Es gab in einer Thüringer Zeitung eine sehr reißerische Ankündigung zum bevorstehenden Interview. In dieser dreizeiligen Ankündigung war fälschlicherweise vom Aufhören die Rede. Das richtigstellende Interview wurde dann aber erst verspätet abgedruckt. So passierte es, das viele Fragen auftauchten und sogar MusicArtSchool Schüler anriefen ob sie nächste Woche noch zum Unterricht kommen können. Das war Rufschädigung. Im Interview ist dann deutlich zu lesen das nicht die Schließung der MusicArtSchool, sondern eine Erweiterung um mehr Sparten geplant ist. Auch ein Rückzug von der Bühne stand nie zur Diskussion.

MAS: Das Du musiktherapeutisch interessiert bist hat sich ja schon rumgesprochen. Was interessiert Dich im Besonderen an der Musiktherapie?
mh: Im Moment stecke ich gerade in den Abschlussprüfungen für meine musiktherapeutische Ausbildung an der Akademie für Musiktherapie Crossen. Die Faszination daran ist, das es möglich ist, durch das Medium Musik, noch etwas anderes zu erreichen als einen wunderbaren Klang zu schaffen und den Zuhörer zu begeistern. Besonders interessieren mich die Möglichkeiten der Musiktherapie in der Psychatrie und der Psychosomatik. Musik als Mittel einzusetzen um an den Menschen und sich selbst heranzukommen. Eine Art Psychotherapie also. Dankenswerterweise erfahre ich hier Unterstützung vom Katholischen Krankenhaus in Erfurt.

MAS: Vielen Dank für das Gespräch, wir wünschen Dir alles Gute!

 

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